Eltern-Kind-Beziehung

Dein Kind vom anderen Stern: Wie du in die Welt deines Kindes eintauchen kannst

Manchmal sind die schönsten Geschenke für ein Kind nicht die, die unterm Weihnachtsbaum liegen.
 
Sondern Geschenke, bei denen Eltern in die Welt ihres Kindes eintauchen.
 
Wie in diesem Beispiel: Quer durch die Republik ist ein Vater kürzlich mit seiner 7jährigen Tochter zum Auftritt eines Schweizer Jodelstars gefahren.
 
Ja genau - JODELN.
 
Jodelmusik: Normalerweise nicht gerade das, was das Herz dieses Vaters höher schlagen lässt...
 
Aber etwas, für das seine Tochter voll und ganz brennt!
 
Etwas, das ihre Augen zum Leuchten bringt (glaub mir, ich hab's selbst auf den Fotos gesehen ❤️)!
 
Was hat dieser Vater seinem Kind mit dieser Jodelreise geschenkt?
 
Was kommt wohl bei seiner Tochter an?
 
Höchstwahrscheinlich so - oder so ähnlich: 

  • "Mein Papa sieht mich - auch wenn ich ganz anders bin als er" 
  • "Mein Papa interessiert sich für mich und meine Welt"
  • "Ich bin meinem Papa wichtig" 
  • "Ich darf so sein wie ich bin und mein Papa mag mich - genau so wie ich bin" 


Yay!
 
Nun muß es nicht immer gleich eine Jodelreise quer durch Deutschland sein.
 
Es kann auch etwas ganz Kleines sein.
 
Entscheidend ist: Es ist etwas, was dein Kind gerade begeistert.
 
Und klar, bedeutet das vielleicht: Mal Fünfe gerade sein zu lassen und das eigene Wertesystem einen Moment wegzupacken.
 
Wie das bei deinem Kind aussehen könnte?
 
 Hier kommen sechs Ideen: 

  • Abendessen beim Dönerladen - auch wenn's nicht das Gesündeste ist ;-)
  • Eine Runde Minecraft mit deinem Kind spielen - auch wenn du eher auf Brettspiele stehst.
  • Einen Mutter-Tochter-Termin im Nagelstudio vereinbaren - auch wenn du Naturnägel viel schöner findest.
  • Die besten Metallica-Songs kennenlernen - auch wenn du selbst absoluter Rihanna-Fan bist.
  • Minisalami in die Brotbox packen - auch wenn du Veganer:in bist.
  • Gemeinsam mit deinem Kind das neueste Video des Lieblingsyoutubers anschauen - und verstehen, was dein Kind daran so begeistert.


Mit deinem Kind in seine Welt eintauchen: Das ist wie Sauerstoff für dein Kind - und für deine Eltern-Kind-Beziehung!
 
Also - was bringt die Augen deines Kindes zum Leuchten?

Wurzeln und Flügel  - die zwei wesentlichen Einladungen

Vor genau einem Jahr hat meine Mutter für immer ihre Augen geschlossen. 

Ein Abschied, den ich - gemeinsam mit meiner Schwester - intensiv begleitet habe.

Bei aller Trauer: Ist es nicht eine zutiefst kostbare Erfahrung, einen Menschen aus dem Leben hinaus begleiten zu können - ebenso wie es zutiefst kostbar ist, ein Kind ins Leben hineinzubegleiten?

Eine Aufgabe, die uns unendlich viel schenkt, weil sie uns mit dem Leben selbst in Verbindung bringt. Und vielleicht auch das Geheimnis des Lebens ein wenig ergründen lässt.

Für mich jedenfalls war es ein großes Geschenk, meine Mutter in diesem Prozess des Übergangs begleiten zu können. Ihr Beistand anzubieten, solange es angebracht war. Und sie schließlich loszulassen, als es dann soweit war (und ja - das Loslassen wird wohl auch noch eine ganze Weile andauern...)

Beistand und Bindung einerseits und Loslassen andererseits: Ist es nicht genau das, was es für unsere Kinder auch braucht?

"Zwei Dinge sollten Kinder von Ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel" - so heißt es.

Für Wurzeln braucht es: Wärme und Geborgenheit. Nähe und Einstimmung. Halt, klare Orientierung und Verlässlichkeit. Deinem Kind zu vermitteln, dass es bei dir seinen Landeplatz hat. Und dass es bedingungslos in deiner Gegenwart willkommen ist - mit all seinen Emotionen. Das alles schafft Wurzeln.

Flügel wachsen deinem Kind, wenn du es einlädst, es selbst zu werden. Wenn du die ureigene Individualität und Unabhängigkeit deines Kindes feierst. Auch wenn dies vielleicht bedeutet, dass dein Kind ganz anders ist, als du es dir gewünscht hättest.

Beides braucht dein Kind - abhängig von der jeweiligen Lebensphase - in unterschiedlichem Ausmaß.

Und zwischen beidem wird dein Kind auch immer wieder hin und her pendeln:
Oftmals braucht es nach einiger Zeit im Individualisierungsmodus dringend Bindungszeit. Aus tiefer Bindung wiederum entspringt die Entwicklung der ureigenen Individualität.

Wenn du ein Kleinkind - oder auch einen Teenager hast - wirst du das Pendeln zwischen diesen beiden Antrieben übrigens besonders deutlich wahrnehmen können. 

Wie geht es dir mit diesen beiden "Einladungen"? Welche von beiden fällt dir leichter? 

Sechs Anzeichen geglückter Beziehung

Hand aufs Herz: Wie steht es denn um die Beziehung mit Deinem Kind? Weißt Du wie Du die Bindung mit Deinem Kind nährst? Und: Woran merkst Du denn überhaupt, dass es "geklappt hat" mit dem Nähren und die Bindungsinstinkte Deines Kindes aktiviert sind? 

 

Hier folgen einige Impulse: Wenn wir mit Menschen in Beziehung gehen, nehmen wir normalerweise Augenkontakt auf, manchmal lächeln und nicken wir auch. So beginnt üblicherweise der menschliche Bindungstanz. Achte doch einmal bei Deiner nächsten zwischenmenschlichen Begegnung darauf. Und wende diesen kleinen Bindungstanz bei Deinem Kind einmal bewußt an. 

 

Das ist also der Anfang des zwischenmenschlichen Tanzes und wir tun gut daran, diesen nicht zu überspringen. Denn nur wenn die Bindung zu Deinem Kind angewärmt ist... 

 

  •  Will Dein Kind es Dir recht machen und Dich erfreuen 

 

  •  Ordnet Dein Kind sich Dir unter, schaut zu Dir auf und hört Dir zu 

 

  •  Sucht Dein Kind bei Dir nach Orientierung und folgt Dir 

 

  • Ist Dein Kind loyal und hilft mit 

 

  • Übernimmt Dein Kind Deine Werte und ahmt Dich nach 

 

  •  Will Dein Kind Dir nahe sein und teilt seine Geheimnisse 

 

 Wenn es also beim nächsten Mal "hakt" zwischen Dir und Deinem Kind - denk' dran: Immer zuerst die Bindungsinstinkte aktivieren, bevor Du eine Weisung gibst. 

 

 Oder kurz und knapp: BINDUNG VOR WEISUNG 

 

Das ist bei manchen Kindern allerdings leichter gesagt als getan. Woran es liegen kann, wenn Dein Kind immer bestimmen will und das letzte Wort haben muß, erkläre ich Dir in meinem nächsten Blogpost.


WUT-MINIGUIDE FÜR ELTERN

Vielleicht geht es dir so wie vielen anderen Eltern auch: Du ringst mit den Wutanfällen deines Kindes. Du weißt nicht richtig, wie du dein Kind durch diese emotionalen Stürme durchbegleiten kannst.

Keine Sorge: In meinem Miniguide "Elternfahrplan für Wutausbrüche aller Arten" gebe ich dir viele Tipps an die Hand, die dich dabei unterstützen, dein Kind durch den nächsten Wutanfall zu begleiten! 

Beziehung stärken - aber wie? 

Es hat sich bereits herumgesprochen ;-): Eine gute Eltern-Kind-Beziehung ist zentral für die Entwicklung deines Kindes! Doch wie soll das gehen? Wie kannst du diese so bedeutsame Beziehung pflegen und nähren? 

 
Vielleicht hilft es Dir, Dich zu erinnern was Du getan hast als Du das letzte Mal richtig verliebt warst: Auf welche Weise hast Du versucht, die Nähe Deines geliebten Menschen immer wieder herzustellen und zu 

bewahren? Dies ist durchaus übertragbar auf Deine Beziehung zu Deinem Kind. 

 

 Hier nun ein paar Ideen und Impulse: 

 

  •  Hilfreich ist, wenn Du Deinem Kind und seinem Bedürfnis nach Nähe zuvorkommst und es proaktiv zu Kontakt und Nähe einlädst. 

 

  • Wie bei einem üppigen Festmahl für Gäste bietest Du MEHR an als nachgefragt wird (die "Gäste" sollen ja nicht hungrig nach Hause gehen ;-) 

 

  • Kontakt und Nähe kann auf so viele verschiedene Arten erfolgen - je nach Alter, Entwicklungsstand und Interessensgebiet Deines Kindes: Hier kannst Du kreativ werden und Dein Kind noch besser kennenlernen. Worüber würde sich Dein Kind freuen? Wofür interessiert es sich gerade? Was kann Dein Kind besonders gut? Was ist sein liebstes Hobby? Womit könntest Du Dein Kind überraschen? Das kann beispielsweise ein neues schönes Spiel sein, ein kleiner Piratenaufkleber, ein Glitzerstift oder ein kleiner Liebesbrief von Dir an Dein Kind sein... 

 

  • Ihr lest gemeinsam das Lieblingsbuch Deines Kindes oder schaut gemeinsam einen schönen Film, spielt Ball oder baut gemeinsam eine Burg aus Sand... 

 

  • Du kochst Deinem Kind einen leckeren Kakao oder bereitest sein Lieblingsessen vor und lädst es zu einer Runde Kuscheln auf dem Sofa ein. 


  •  Du überrascht Dein Kind mit einem gemeinsamen Ausflug in den Zoo, ins Schwimmbad, in einen Kletterpark oder einen Abenteuerspielplatz. 

 

  • Oder Du bist einfach bei Deinem Kind und beschenkst Dein Kind mit Deinem Interesse und Deiner Präsenz. 

 

Du wirst sehen: Wenn die Bedingungen dafür förderlich sind, ensteht Bindung spontan! 

 

Welche Bindungseinladungen funktionieren gut in Deiner Beziehung zu Deinem Kind? Was bringt die Augen Deines Kindes zum Leuchten? 

 

Nimm' bitte die oben beschriebenen Wege und Möglichkeiten als Ideen und Impulse - ohne Dir damit Druck zu machen...Wenn hierzu Fragen bei Dir auftauchen und Du Dir an bestimmten Stellen mehr Unterstützung und Orientierung wünschst, so schreibe mir gerne dazu! 

Wenn Dein Kind für Bindung arbeitet: 5 Tipps um Dein Kind zu entlasten...

Dieses Thema geht mir ans Herz: Wenn ein Kind für Bindung arbeitet.
 
Ein Kind spürt genau, wie es sein muß, um die Beziehung zu seinen Hauptbindungspersonen stabil zu halten. Und damit sein Bedürfnis nach Nähe, Schutz und Geborgenheit erfüllt zu bekommen.
 
Wenn sich - aus welchen Gründen auch immer - die Hauptbeziehungen eines Kindes gerade wackelig anfühlen und zu viel Trennung im Raum steht, beginnt das Kind, für Bindung zu arbeiten.
 
Denn: Bindung bedeutet für ein Kind Überleben. Und natürlich wächst die Fähigkeit, mit Trennung umzugehen mit dem Alter und der Reifeentwicklung Deines Kindes.
 
Wenn ein Kind für Bindung arbeitet kann das so aussehen - 
 je nach Bindungseinladung des Gegenübers: 

  • es macht sich leicht und unkompliziert,
  • es macht sich übertrieben süß, lieb und folgsam,
  • es ist selten wütend,
  • es macht sich kleiner als es ist,
  • oder auch: es macht sich erwachsener als es ist,
  • es ist auffallend tapfer und leistungsstark.


Die schlechte Nachricht ist: Ein Kind, das für Bindung arbeitet, bleibt unsicher, rastlos und bindungshungrig.
 
Was kannst Du also tun, um Dein Kind von seiner Bindungsarbeit zu entlasten?
 
Du weißt es bereits: Im Zweifel geht's immer wieder zurück zu den Basics.
 
Beziehung stärken. Trennung reduzieren.
 
Also: 

  • Du vermittelst Deinem Kind, dass Du immer an seiner Seite bist - komme was wolle
  • Du lädst Dein Kind großzügig dazu ein, bei Dir zu sein (auch mit seinen schwierigen Seiten...)
  • Du bietest Deinem Kind dadurch eine Art Bindungshängematte an, in der sich Dein Kind aufgehoben fühlt
  • Du vermittelst Regeln und Grenzen in Verbundenheit und siehst von trennungsbasierten Disziplinierungsmaßnahmen ab (dazu ein andern Mal mehr...)
  • Du reparierst Bindungsabbrüche - z.B. nach Konflikten oder wenn Du selbst einmal deine Mäßigung verloren hast...


P.S.: Bitte nimm obige Liste (zum Kind das für Bindung arbeitet) als Inspiration. Bei all dem ist es immer wichtig, genau hinzuschauen! Hinzuschauen, was wirklich hinter dem Verhalten deines Kindes steht (dabei unterstütze ich Dich gerne...)

Helikoptervater? Kindzentrierte Mutter? 

Meine Sechs-Punkte-Checkliste zu bezogener Führung


Im Elternkosmos schwirren etliche Begriffe herum:
 
Kindzentriert. Helikoptereltern. Empathismus...
 
Diese (oder ähnliche) Begriffe tauchen vielleicht im Kommentar der Kindergärtnerin, deiner Freundin oder deiner Schwiegerfamilie auf.
 
Oft verhaken sie sich an unseren unsicheren Stellen:
 
„Bin ich kindzentriert, wenn mein 2jähriger Sohn noch im Familienbett schläft?“
 
„Bin ich eine Helikoptermutter, wenn ich meiner 5jährigen im Konflikt mit ihrer gleichaltrigen Freundin zur Seite stehe?“
 
Also: Was ist der Unterschied zwischen kindzentrierten Hubschraubereltern und Eltern, die ihre Kinder bindungsbezogen führen und ins Leben begleiten?
 
Hier meine Sechs-Punkte-Checkliste zur Orientierung:

  • Wie sieht’s aus mit der natürlichen Hierarchie zwischen dir und deinem Kind? Bist du in der Rolle des fürsorglich-anbietenden Erwachsenen und dein Kind in der abhängigen Position? Oder hat dein Kind die Zügel in der Hand und steht immer im Mittelpunkt?


  • Liest du die Bedürfnisse deines Kindes und führst dein Kind proaktiv in dem, was es deiner Meinung nach gerade braucht (Nähe & Kontakt, Schlaf, Essen, Ruhephase, Inspiration, Spiel und Bewegung…)? Oder fragst du dein Kind stattdessen häufig nach seinen Bedürfnissen?


  • Bist du dir bewußt, dass dein Kind sowohl Wurzeln als auch Flügel braucht – also sichere Bindung genauso wie Autonomieerfahrungen? Ermutigst du dein Kind in seinen Autonomieschritten? Oder ist es für dich sehr schwer, dein Kind als eigenes Wesen zu sehen und darin zu unterstützen? 


  • Weißt du, an welchen Stellen dein Kind aufgrund seines Alters oder seiner Konstitution deine Unterstützung braucht und bist an den Stellen an der Seite deines Kindes?


  • Mutest du deinem Kind nach Zeiten von Bindung auch Alleinzeit und Langeweile zu? Würdigst du den Raum deines Kindes? Oder bist du ständig und andauernd mit deinem Kind in Kontakt?


  • Schenkst du deinem Kind immer wieder ein „Nein“? Oder vermeidest du dies – vielleicht aus Angst vor der Wucht der darauffolgenden Emotionen oder um nicht die Gunst des Kindes zu verlieren?


Kinder bezogen zu führen und zu begleiten ist alles andere als einfach.

Denn so ist es nunmal: Es gibt kaum Vorbilder.

Die gute Nachricht ist - du bist nicht allein!

Vernetze dich mit anderen Eltern, die auf einem ähnlichen Weg sind.

Und: Sprich mich an, wenn du dir Unterstützung beim Lesen der Bedürfnisse deines Kindes oder beim Stärken deiner elterlichen Führung wünschst.
 

Vier Dinge, die du dir von Piloten abschauen kannst

Ich geb's zu: Ich liebe Flugzeuge und Fliegen!
 
Schon immer.
 
Für die Abenteurerin in mir ist Fliegen einfach das ultimative Freiheitsgefühl! 
 
Nach dem Abi bin ich als Copilotin viel in einmotorigen Cessnas durch die Gegend gedüst.
 
Und hab sogar angefangen für die Privatpilotenlizenz PPL zu lernen.
 
Ok - daraus ist dann nix geworden und mein Leben hat eine andere Wendung genommen.
 
Warum ich dir aber davon schreibe, ist:
 
Wenn's ums Thema elterliche Führung geht, können wir uns von den Damen und Herren im Cockpit einiges abschauen. 
 

Zum Beispiel diese vier Dinge: 

  • Eine klare Hierarchie: Steigst du in ein Flugzeug, ist klar, dass nicht du als Passagier - sondern die beiden im Cockpit für die Zeit des Fluges in der Führung sind. Das ist ihr Job. Damit einher geht auch die Verantwortung für die Passagiere!


  • Klare Orientierung, keine Fragen: Aus dem Cockpit bekommen wir als Passagier klare Orientierung. Über Flugzeit, Flugstrecke und das Wetter am Ankunftsort. Fragen? Fehlansage! Ich jedenfalls bin noch nie während eines Fluges über meine Wunschstrecke befragt worden 😉 Auch im Falle von Turbulenzen steht es nicht zur Diskussion, ob die Passagiere sich anschnallen oder lieber nicht.


  • Eine Haltung von Souveränität und Zuversicht: Egal ob bei Pilot, Chefärztin oder Reiseleiterin - es gibt sie einfach, die Haltung von Souveränität und Zuversicht, die uns glauben lässt: „Ich habs im Griff. Ich weiß, was ich tue. Du darfst dich entspannen..." Eine ruhige, feste Stimme trägt zu dieser Haltung bei!


  • Last but not least: Ein Verbergen eigener Bedürfnisse, Ängste und Unsicherheiten: „Hier spricht der Kapitän - heute gehts mir leider gar nicht gut. Ich bin erschöpft von den letzten Wochen. Mal schauen wie der Flug heute so wird."  Oder: „Aufgrund der momentanen Turbulenzen haben wir eine ziemlich brenzlige Situation - ich bin unsicher, was wir jetzt am besten machen sollten..." Wie würdest du dich als Passagier fühlen?


All das lässt sich übertragen auf deine Elternschaft.
 
Je selbstverständlicher du dich an den Platz elterlicher Führung stellst, desto sicherer fühlt sich dein Kind.
 
Und nur zur Klärung: Hier geht's natürlich nicht um ein Zurück zu einem autoritären Erziehungsstil von Befehl und Gehorsam.
 
Das Herzstück gelungener Elternschaft ist und bleibt Beziehung und Bezogenheit. Aber den Führungsaspekt dürfen wir dabei nicht aus den Augen verlieren....

Beziehungseinladung für dein Kind

Über die Bedeutsamkeit einer guten Eltern-Kind-Beziehung wird mittlerweile viel gesprochen und das ist auch gut so. Doch wozu dient eigentlich Beziehung und weshalb ist es so bedeutsam, dass sich dein Kind an DICH bindet? 
 

Wir sind Bindungswesen:  Kontakt und Nähe sind für uns (menschliche Säugetiere) in der 

Hierarchie sogar höher angesiedelt als das Stillen von Hunger.
 
Bindung ist die Voraussetzung für Entwicklung und Reifwerdung: Der sichere und geborgene Bindungsraum zwischen dir und deinem Kind ist die Voraussetzung dafür, dass sich dein Kind entwickelt und heranreift.
 
Beziehung ist hierarchisch organisiert und stellt den Kontext dafür bereit, dass du dein Kind erziehen kannst: Dein Kind schaut zu dir auf, hört zu, ahmt nach, ist loyal, hilft mit, will erfreuen, übernimmt deine Werte, teilt seine Geheimnisse und noch vieles mehr. Ist dein Kind an dich gebunden, lässt es sich von dir nähren, führen und trösten.
 
Dein Kind kommt dann in deiner Gegenwart zur Ruhe, sein Herz wird weich und es kann seine Gefühle fühlen. Ist der Bindungstank deines Kindes gefüllt, so ist es frei, ins eigene Spiel zu finden oder auch voller Neugier die Welt zu erkunden und zu erforschen. Beziehung braucht Pflege.
 
Was gelingt in deiner Eltern-Kind-Beziehung gut? Wovon wünscht du dir mehr für dich und dein Kind? Schreib mir und lass mich gerne wissen was dich bewegt....


Wenn's einfach nicht rund laufen will...

es gibt Zeiten, in denen läuft der Bindungstanz mit unseren Kindern einfach nicht rund - wir bekommen unser Kind nicht wirklich eingesammelt oder der "Bindungsfaden" rutscht uns immer wieder aus der Hand.

Statt uns zu folgen, sich an uns zu orientieren und uns gefallen zu wollen ist unser Kind vorlaut, bestimmerisch, und will immer das letzte Wort haben. Die natürliche Hierarchie der Eltern-Kind-Beziehung, in der wir als Eltern im fürsorglichen Alpha für unser Kind sind, ist in diesen Momenten auf den Kopf gestellt. Unser Kind übernimmt die Führung. Sapperlot!

Von einer vorlauten 4jährigen herumkommandiert zu werden ist für die meisten Eltern keine so einfache Stelle. Die Versuchung ist groß, unseren elterlichen Machtmuskel spielen zu lassen.

Doch das macht wahrscheinlich alles nur schlimmer: Einem Alpha-Kind mit Härte und Trennung zu begegnen, feuert die Dynamik nur weiter an.

Stattdessen kannst Du Dich fragen:

Wie geht es mir gerade mit meiner elterlichen Führung? An welchen Stellen braucht es evtl. mehr Wärme, Klarheit oder Orientierung?

Lade ich mein Kind immer wieder bewußt in die Abhängigkeit, in sein "Klein-Sein" ein?

Oder stelle ich zu viele Fragen und überlasse meinem Kind zu viele Entscheidungen? Entscheidungen, mit denen es wahrscheinlich überfordert ist?

Schenke ich meinem Kind immer wieder ein "Nein in Bezogenheit"  oder versuche ich eher die Umstände zu ändern, um Tränen oder einen Wutanfall meines Kindes zu vermeiden?

Vermittle ich meinem Kind unterschwellig, dass es für mich "zu viel" oder "zu schwierig" ist?

Oder hat mein Kind vielleicht begonnen, sich mehr an Gleichaltrige zu binden statt sich an mir zu orientieren?

Es gibt unzählige Gründe, weswegen sich die natürliche Bindungshierarchie umkehren kann und ein Kind in der Alphaposition landet. Schließlich ist die abhängige Rolle auch mit viel mehr Verletzlichkeit verbunden. Eine Verletzlichkeit, die manchmal schlichtweg zu viel ist. Kennen wir das nicht alle? Gerade sehr empfindsame Kinder rutschen übrigens schnell in die Alphaposition.

Und es gibt unzählige Gründe, weswegen es uns als Eltern an der ein oder anderen Stelle schwer fällt, uns ganz an den Platz der elterlichen Führung zu stellen. Wir alle haben unsere guten Gründe dafür, weswegen uns das passiert. Ich mag Dich einladen, an der Stelle milde auf Dich zu blicken. Du bist auf dem Weg. Wir alle sind auf dem Weg.

Wir kommen schließlich nicht als Großeltern zur Welt.

Wenn dein Kind immer das letzte Wort hat


Wir alle kennen Kinder, die besserwisserisch und fordernd sind, das letzte Wort haben müssen und uns genau vorschreiben, wie wir für sie zu sorgen haben.
 
 "Alphakinder" nennen wir sie - und dazu gehören übrigens nicht nur fordernde Kinder sondern auch Kinder, die natürlicherweise (zu) viel Verantwortung übernehmen und sich zuständig fühlen an Stellen, an denen im Grunde wir als Erwachsene zuständig sind.
 
Ein "Alphakind" verdreht die natürliche Bindungshierarchie zwischen Eltern und Kind, indem es instinktiv in die Führungsrolle geht. Statt uns zu folgen, sich von uns nähren zu lassen und bei uns nach Orientierung und Sicherheit zu suchen, gibt das Alphakind den Ton und die Richtung an.
 
Ein Alphakind ist zumeist chronisch alarmiert und kommt nur schwer zur Ruhe. Wie anstrengend!
 
Für uns - aber besonders auch für das Kind, das immer am "Arbeiten" ist.

Womit können wir das Alphakind entlasten?
 
Hier kommen einige Vorschläge:
 
Binde Dein Alphakind in natürliche hierarchische Beziehungen ein - das kann zum Beispiel der ältere Cousin sein, zu dem Dein Kind aufschaut und bei dem es "klein" wird oder auch die Tante oder der Großvater, dem Dein Kind zuhört und an dem es sich orientiert.
 
Schaffe immer wieder Situationen und Umstände, in denen sich Dein Kind auf Dich verlassen muß, z.B. während einer Reise in ein fremdes Land oder bei einem Abenteuer-Wochenende in freier Natur.
 
Nutze Zeiten von Krankheit und Abhängigkeit, um Dein Alphakind bewußt zu umsorgen und einzusammeln.
 
Gebe den Alphainstinkten Deines Kindes Raum, indem Du ihm immer wieder die Führung bzgl. bestimmter Aufgaben überlässt: Beim Kochen oder Reparieren, beim Kümmern um ein kleineres Kind, einen älteren Menschen, ein krankes Haustier oder  bei bestimmten Entscheidungen. 
 
Auch im Spiel kann Dein Kind seine Alpha-Instinkte ausleben - als Chef, als Lehrerin, als Feuerwehrmann, als Arzt oder als Tier-Retterin.
 
Last but not least: Es braucht deine stabile und warme elterliche Führung!

Elterliche Führung: Die fünf wichtigsten Prinzipien

Es gibt Menschen, in deren Gegenwart entspannen wir uns natürlicherweise. Menschen, die Ruhe und Gelassenheit ausstrahlen und uns Halt und Orientierung anbieten. Ein warmer Blick, eine tiefe ruhige Stimme und eine Haltung von Zuversicht - hier können wir uns einen Moment lang anlehnen und zur Ruhe kommen.
 
Es ist wunderbar, wenn wir als Erwachsene auch diese "Landeplätze" in unserem Leben haben, wenn auch wir eingebettet sind in etwas, das "größer" ist als wir - so dass wir auftanken können und von dem Platz aus gestärkt zurück gehen können in die Beziehung mit unseren Kindern. Denn: Das Große hält das Kleine - überall ist es so, in der Tierwelt, in der Pflanzenwelt, sogar im Kosmos.
 
 Wie werden wir also zu dem "Großen" für unsere Kinder? Welche Prinzipien gilt es zu beachten?
 

  • Eine Haltung von Zuversicht und Souveränität. Heißt: "Ich weiß Bescheid", "ich kümmere mich", "mach' Dir keine Sorgen, wir werden hier gut durchkommen", "Ich bin an Deiner Seite", "Du kannst Dich auf mich verlassen". Nicht, dass wir uns immer so selbstsicher und zuversichtlich fühlen...Aber das ist es, was wir vermitteln. Im Zweifel mit ein bißchen Blöff...

 

  •  Die Fähigkeit, unsere Gefühle und Bedürfnisse weitestgehend in unserem Innenraum zu belassen. Das ist ein feiner Tanz, denn natürlich sind wir auch immer wieder bewegt von unseren eigenen Emotionen. Doch wenn es darum geht, das "Große" für unserer Kinder zu sein, macht es Sinn, unsere eigenen Bedürftigkeiten weniger explizit zu machen. Sonst geht der Effekt flöten ;-) (...und Dein Kind fühlt sich möglicherweise veranlasst, Verantwortung für Dich zu übernehmen)

 

  • Wir sind großzügig und proaktiv in dem, was wir anbieten: Nahrung und Nähe, Orientierung, Halt, Verständnis, Trost und natürlich Interesse für die Welt des Kindes! Hier gilt das Prinzip "Festmahl": Wir bieten mehr an als nachgefragt wird. Schließlich wollen wir ja nicht, dass die Gäste hungrig nach Hause gehen.

 

  •  Das Schlüsselprinzip schlechthin ist: Wir kennen, verstehen und sehen unser Kind. Wir wissen, womit wir die Augen unseres Kindes zum Leuchten bringen, womit wir es überraschen können und es eingesammelt bekommen. Wir sind die Expertinnen und Experten für unsere Kinder!

 

  • Und wir überbrücken Zeiten, in denen es nicht rund läuft: Zeiten, in denen sich das Kind "daneben benimmt". Zeiten, in denen sich die Eltern-Kind-Beziehung wackelig anfühlt. Zeiten, in denen wir angegriffen sind - sei es weil wir krank sind oder einfach gerade nicht so präsent sein können, wie wir es gerne wären. Davon geht die Welt nicht unter. All das rüttelt nicht an den Grundfesten der Beziehung: Die Beziehung ist viel größer als diese Probleme. Größer als alle Fehltritte, größer als menschliche Schwächen, größer als ein zeitweiliges Wackeln in der Beziehung.

 
Bei all dem Gesagten vergiss' bitte nicht: Es braucht Zeit, um in seine ureigene Weise des "Großen" hineinzuwachsen. Es ist ein Entwicklungsprozess, für den es nicht den EINEN Weg gibt. Also erwarte nicht zu viel von Dir! Lass' Dich einfach leiten von Deiner Sehnsucht, das "Große" im Leben Deines Kindes zu sein. Der Platz, an dem Dein Kind klein sein kann, sich anlehnen kann, der Platz, an dem es zur Ruhe kommen kann.
 
Hier gibt's noch 'nen Filmptipp: "Gilly Hopkins - Eine wie keine". Vielleicht entdeckst Du die Prinzipien von elterlicher Führung in Gillys Pflegemutter Maime Trotter - die Zuversicht, die Großzügigkeit der Einladung, die Einsicht und das Überbrücken von Fehlverhalten (und da gibt es viiiiel zu überbrücken). 

Elterliche Führung: 5 häufige Fehler und wie Du sie vermeidest


Glaub' mir, ich wußte zu Beginn meiner Elternschaft mit dem Begriff "elterliche Führung" gar nichts anzufangen - geschweige denn, dass es einen innerlichen Bezug dazu gab oder gar eine innere Landkarte, auf die ich zurückgreifen konnte. Ich steuerte komplett durch den Nebel - solange bis es nicht mehr ging: Die Schwierigkeiten waren zu groß geworden, der Schmerz zu stechend und die Sehnsucht etwas anders zu machen, zu drängend.

So begab ich mich auf die Reise, durchlief 2015 das erste TransParents-Jahrestraining und begann kurz darauf mit meinem Studium der Entwicklungspsychologie und Bindungsforschung.

Diese Reise führte dazu, dass ich schlußendlich in meine ureigene Weise von elterlicher Führung hereingewachsen bin und weitestgehend stabil darin stehe (zwischenzeitliches Wackeln in schwierigen Zeiten inklusive...).

Bevor ich mich auf diese Reise gemacht habe, bin ich immer wieder über folgende 5 Fehler gestolpert - Fehler, die Du auf mehr oder weniger einfache Weise vermeiden kannst: 

  • Du stellst zu viele Fragen. Du willst nicht über Dein Kind bestimmen und es in Entscheidungen mit einbeziehen? Fein, aber übertreib es nicht - vor allem nicht, wenn es um Versorgung, Nähe und Kontakt geht. Stell Dir einmal vor, Du bist als Besucher in einem fremden Land und vertraust Dich einer Fremdenführerin an. Was brauchst Du, um Dich sicher und gut umsorgt zu fühlen? Wo beginnst Du Dich zu entspannen in diesem fremden Umfeld? Bei einer Fremdenführerin, die es Dir unbedingt recht machen will und Dir immer wieder verschiedene Auswahlmöglichkeiten an die Hand gibt oder bei einer Fremdenführerin, die Dir klar und freundlich sagt: "Schauen Sie, dies möchte ich Ihnen gerne zeigen - das ist der Plan für heute."


  • Du erklärst zu viel. Vor allem bei kleineren Kindern machen Erklärungen nicht so viel Sinn. Ihre Lebenswelt ist viel weniger rational gesteuert als wir üblicherweise annehmen. Was viel stärker wirkt, ist Deine Haltung: Deine klare Präsenz und warme Bestimmtheit - und dafür braucht es nicht viele Worte. Wenn Du eine Entscheidung triffst, die Deinem Kind nicht gefällt, dann erwarte, dass es frustriert ist und begleite es in seiner Frustration - aber bleibe bei Deiner Entscheidung.


  • Du fängst an zu wackeln, wenn die von Dir getroffene Entscheidung Deinem Kind nicht gefällt. Vielleicht hast Du Angst vor der Reaktion und dem Widerstand Deines Kindes oder Du hast Angst, dass sich Dein Kind von Dir abwendet, wenn Du ihm diese Erfahrung (von Vergeblichkeit) zumutest. An der Stelle tut es gut, sich daran zu erinnern, dass das Leben bekanntermaßen voller Frustrationen ist und wir unsere Kinder nur dann angemessen auf das Leben vorbereiten, wenn wir ihnen immer wieder ein Nein in Bezogenheit SCHENKEN. Wohlgemerkt - ein Nein in Bezogenheit, d.h. wir begleiten das Kind durch seine Frustration hindurch. Im besten Fall bis hin zu seinen Tränen...


  • Du sprichst zu viel über Deine Bedürfnisse und Schwächen. Du vermittelst Deinem Kind, dass es zu schwierig ist für Dich, dass Du eine Auszeit von ihm brauchst und Du am Ende mit Deinem Latein bist...Auch wenn dem so sein sollte - und klar, kommen wir immer mal wieder an diese Stellen - bitte behalte es für Dich und suche Dir einen Raum dafür, in dem Deine Unsicherheit und Frustration Platz hat und Du Unterstützung bekommst. Aber vermittle Deinem Kind, dass Du natürlich weißt, wie Ihr hier durchkommt und es immer einen Weg gibt - auch wenn es zuweilen schwierig ist.


  • Du verstehst Dein Kind zu wenig. Dein Kind ist Dir ein Rätsel und Du weißt nicht, mit welchem Pflänzchen Du es hier zu tun hast und welche Bedingungen es braucht, um sich gut zu entwickeln? Genau wie in der Arbeitswelt gilt auch beim Elternsein: Ein guter Chef kennt und "liest" seine Mitarbeiter - er oder sie weiß genau, welches Projekt für wen geeignet ist, wo die Stärken der einzelnen Mitarbeiter liegen und was wem zuzumuten ist. Es lohnt sich also, genauer hinzuschauen, um Verständnis und Einsicht in Dein Kind und sein Verhalten zu gewinnen (hierbei unterstütze ich Dich im Elterncoaching ;-) 


Hand aufs Herz: An welchen Stellen erkennst Du Dich wieder?
Welche Infos wünschst Du Dir für kommende Blogposts, damit Du Dich an den wackeligen Stellen sicherer fühlst? Schreib mir gerne dazu! 

Diese Fragen solltest du dir stellen: Sieben Fragen für mehr Verbindung 

In diesem Blogpost verrate ich dir sieben Fragen, die ich in der Elternberatung häufig stelle.

Fragen, an denen du nicht vorbeikommst, wenn du dein Kind besser verstehen und unterstützen willst.

Diese Fragen sind immer wichtig.

Ganz besonders aber, wenn dein Kind viel mit Wutanfällen zu tun hat.

Denn: Die Fragen, die du stellst prägen den Blick auf dein Kind. Und der wiederum bestimmt dein Verhalten

Achte mal drauf: Es gibt Fragen, die dein weiches Herz und dein Mitgefühl stärken. Fragen, die dich zu mehr Einsicht und Verbindung mit dir selbst und deinem Kind bringen.

Das fühlt sich meistens ziemlich gut an!

Es gibt aber auch Fragen, die dich eher eng machen.

Fragen, die trennen statt zu verbinden.

Fragen, die dich wegtragen vom Hier und Jetzt.

Wie zum Beispiel: Wieso kann sie sich nicht einfach benehmen? Wie soll das erst werden wenn er in der Pubertät ist? Was hab ich nur falsch gemacht?

Hier kommen sieben Fragen, die hilfreicher sind: 

  • Was war vor dem Wutausbruch? Wie war der bisherige Tag? Ist etwas passiert, das mein Kind frustriert oder alarmiert?

 

  • Was im Leben meines Kindes ist gerade zu viel für mein Kind? An welchen Stellen ist weniger mehr?

 

  • Wo ist mein Kind vielleicht mit zu viel Trennung konfrontiert? Was trägt dazu bei, dass seine Frustration anwächst? 

 

  • Wie kann ich mein Kind dabei unterstützen, seine Frustration regelmäßig auszudrücken? Welche Ausdrucksformen ziehen mein Kind natürlicherweise an? 

 

  • Was hilft meinem Kind, weicher zu werden? Welche Bedingungen tragen dazu bei? 


  • Wann schmiegt sich mein Kind an oder kommt kuscheln? Wann öffnet es sich und erzählt von dem, was es gerade in seinem Leben beschäftigt?  

 

  • Was braucht es, damit mein Kind zu seinen Tränen findet? 


Um die Tränen gehts in einem anderen Blogpost. 

Die sind nämlich ein Schlüssel dafür, dass dein Kind lernt mit Dingen zurechtzukommen, die sich nunmal nicht ändern lassen.

Ein Schlüssel dafür, dass dein Kind resilienter wird.
 
Aber jetzt erstmal viel Freude beim Fragenstellen!

Spielend Beziehung stärken - so geht's! 

Das erlebe ich immer wieder in meiner Elternberatung: Spiel bringt in schwierigen Situationen oft den entscheidenden Dreh.

Den Dreh, um angespannte Situationen zu entschärfen.
Den Dreh, um ein Kind in Abwehr wieder einsammeln zu können.
Den Dreh in Richtung Wiederverbindung.

Fest steht: Spielen ist gut für Beziehungen!

Also - wenn’s in der Beziehung mit deinem Kind mal hakt und ruckelt, kann Spiel ein eleganter Weg sein, um wieder in Verbindung zu kommen.

Denn Spielen verbindet auf indirekte Weise.

Das ist vor allem dann hilfreich, wenn eine direkte Ansprache viel zu intensiv wäre.

Zum Beispiel nach Zeiten von Trennung. Nach einem Streit. Wenn dein Kind (weswegen auch immer) gerade in Abwehr ist. Oder wenn du ein sehr empfindsames Kind hast.

Hier kommen sechs Wege, mit denen du die Beziehung zu deinem Kind spielerisch wiederaufnehmen und stärken kannst:

  • Mit Humor und Überraschungseffekten: Das Spielen der Lieblingsmusik deines Kindes, dem Tragen einer Maske, eines Spielhuts oder einer Clownnase (na gut, ist vielleicht nicht jedermanns Sache...) 
  • Mit Kontakt auf der körperlichen Ebene: Sanftes Kitzeln, Massieren, Rücken streichen, Ringen, Tanzen….
  • Mit dem Lieblingsspiel deines Kindes: Sei es Fußball oder Basketball, ein Versteckspiel, eine Runde Schach, Kaplatürme bauen oder auch minecraft bei älteren Kindern. Oder einen Schokokuchen backen. Das Hochbeet mit Blumenzwiebeln fürs nächste Frühjahr bepflanzen. Eine Nachtwanderung durch den herbstlichen Wald machen - inklusive kleiner Gruselgeschichte.
  • Mit einer vorbereiteten Spieleumgebung, die zu deinem Kind passt: Zeichenpapier und Buntstifte, Ton, Knete, Bauklötze, Handpuppen, Verkleidungskiste, Schnitzholz und Schnitzmesser…
  • Mit einem täglichen Spieleritual: Kuscheln mit Teddy und dem Lieblingsbuch nach der Kita. Der Stofftierkreis am Abend, bei dem die Tiere genauso wie dein Kind von ihrem Tag erzählen. Oder das vorgesungene Lieblingsschlaflied deines Kindes. Oder die tägliche Gute-Nacht-Geschichte aus Papas Leben.
  •  Mit einem wöchentlichen Familienspieleritual - zum Beispiel dem Brettspiele- oder dem Riesenpuzzlefreitag. Oder einer Familienfilmnacht mit Pizza am Samstag. 


Eigentlich ziemlich simpel, oder?

Nur: Wir müssen den natürlichen Spieleimpuls in uns selbst wieder entdecken. Und der geht uns in Zeiten von Stress schnell verloren...

Den eigenen Spielgeist rauszukramen lohnt sich!

Denn: „Wir hören nicht auf zu spielen, weil wir alt werden. Wir werden alt, weil wir aufhören, zu spielen!“ - wußte schon George Bernard Shaw.

Mehr zum Thema Spiel und Bindung findest du hier.

Elterliche Führung: Diese drei Filme haben mich inspiriert! 

Lang hab ich selbst gerungen mit dem Thema elterliche Führung: Was soll das überhaupt sein? Wie komme ich da hin? Und - woran kann ich mich orientieren?
 
Tja - dafür gibt's nunmal leider kein Handbuch. Und das ist auch gut so.
 
Es geht bei elterlicher Führung nämlich nicht um eine Technik.
 
Sondern um etwas zutiefst Natürliches und Intuitives, das in uns allen angelegt ist.
 
Es geht dabei um etwas Instinkthaftes, das dich angesichts von Bedürftigkeit und Abhängigkeit dazu bewegt, Führung und Fürsorge zu übernehmen.
 
Etwas, das dein Kind schon jetzt übt - während es mit seinen Puppen spielt, das Haustier füttert oder sich um den kleinen Bruder oder seine kranke Großmutter kümmert.
 
Leider ist uns der Zugang zu dieser natürlichen Intuition oftmals abhanden gekommen.
 
Und so macht es Sinn, sich inspirieren zu lassen.
 
Eine meiner Lieblingsinspirationsquellen sind Filme.
 
Zum Beispiel diese drei...
 
„Man lernt nie aus" mit Robert De Niro als Ben Wittaker: Ein perfektes Beispiel für die Haltung von fürsorglicher Präsenz! Und ein perfektes Beispiel für das, was diese fürsorgliche Präsenz im Gegenüber auslösen kann: Weichwerden, Beruhigen, Anlehnen, Fühlen. Das funktioniert nicht nur bei erfolgreichen Startup-Managerinnen - sondern auch bei deinem Kind!

„Gilly Hopkins - Eine wie keine" mit Kathy Bates als Maime Trotter: Hier schmelzt die Pflegemutter Maime Trotter mit ihrem großen, weichen Herzen die Abwehr und den Gegenwillen der kratzbürstigen Gilly Hopkins. Sie hält an Gilly fest - trotz deren anhaltenden Fehlverhalten. Maime Trotter ist die großzügige Bärenmama, die Gilly braucht, um weicher zu werden und in ihrem Leben mehr zur Ruhe zu kommen.
 
„Mein Kind vom Mars" mit John Cusack als David Gordon: Gordon versteht wie sein Adoptivsohn (der meint vom Mars zu kommen) tickt. Er stimmt sich auf ihn und seine eigenwillige Art ein. Gleichzeitig gibt er seinem kleinen Marsianer die Regeln an die Hand, die er hier auf der Erde braucht, um nicht in Schwierigkeiten zu geraten. Durch seine großzügige Bindungseinladung erdet er sein Kind vom Mars immer wieder von neuem.
 
Auch grandios zum Thema elterliche Führung: „Blind side - die große Chance" mit Sandra Bullock und natürlich „Das Leben ist schön" von und mit Robert Benigni.
 
In all diesen Filmen blitzen die verschiedensten Aspekte elterlicher Führung auf.
 
Aber: Was ist das Gemeinsame an all diesen Beispielen?
 
Geht es darum, alle Antworten zu haben? Nein!
 
Oder darum, alles richtig zu machen? Ganz sicher nicht!
 
Oder liegt dem Ganzen eher eine innere Haltung zu Grunde - eine Haltung, in der Führung eine Art Herzensangelegenheit ist? Ganz sicher JA!
 
Denn: Letztlich zählt nicht das, was du für dein Kind tust. Sondern das, was du für dein Kind BIST und WIE du für dein Kind anwesend bist!
 
Was spricht dich an den Beispielen besonders an? Welchen Aspekt deiner elterlichen Führung möchtest du gerade stärken? Was könnte dir und deinem Kind gut tun?

Über den Umgang mit kleinen und großen Rebellen

Kennst du den Song „Rebell“?
 
Darin singt Bela B von den Ärzten in echtem Punkrock: „Ich bin dagegen, denn ihr seid dafür. Ich bin dagegen, egal, worum es geht. Ich bin dagegen, auch wenn es euch nicht schmeckt. Ich nenn es Freiheit, ihr nennt es Mangel an Respekt.“
 
Und: „Keiner hat das Recht mir zu befehlen, was ich zu tun hab. Wirklich niemand, einfach keiner. Das ist ganz allein meine freie Entscheidung.“
 
Protestenergie pur! Die Wucht dieser Dagegen-Energie kennst du bestimmt auch, oder?  
 
Vielleicht zeigt sie sich besonders deutlich in deinem Teenie oder deinem Vorschulkind.
 
Aber auch wenn dein Kind 10, 7, 4 oder 3 Jahre alt ist - diesem Widerstand gegen Zwang wirst du immer wieder begegnen.
 
Ganz einfach weil wir ihn ALLE in uns tragen.
 
Besonders spürbar wird er immer dann, wenn der Druck größer ist als das Streben nach Nähe und der Wille zu folgen.
 
Denn: Wer läßt sich schon gern herumkommandieren oder zu etwas zwingen?
 
Otto Rank - ein Schüler von Sigmund Freud - hat das als „Gegenwille-Instinkt“ bezeichnet.
 
Ich mag die Bezeichnung, denn sie gibt mir ein Wort für etwas an die Hand, das ich immer wieder auch in mir spüre...
 
Dieser Instinkt des Gegenwille führt dazu, dass dein Kind

  • sich sträubt und weigert
  • störrisch und unkooperativ ist
  • endlos diskutieren will
  • und einfach das Gegenteil dessen tut, was von ihm erwartet wird.


Und wieso das Ganze?
 
Der Gegenwille ist dazu da, den noch unentwickelten, aufkeimenden Willen deines Kindes zu schützen.
 
Und seinen Willen, den wird dein Kind später noch zu Genüge brauchen! Ebenso wie sein autonomes Ich mit dem eigenständigen Willen im Kern.
 
Der Gegenwille wird allerdings oft mißverstanden. Das führt manchmal dazu, dass wir den Druck weiter erhöhen. Den Gegenwille persönlich nehmen. Mehr herumkommandieren. Mehr „du musst“ und „du sollst" verwenden...
 
Bekanntermaßen funktioniert das nicht besonders gut.
 
Druck erzeugt eben Gegendruck. Ganz egal ob es dabei ums Zähne putzen, Tisch abräumen oder um die Hausaufgaben geht.
 
Die gute Nachricht ist aber: Der Bindungsinstinkt ist stärker als der Gegenwille-Instinkt!
 
Was also immer funktioniert ist: Bindung.
 
Vor allem: Bindung vor Weisung. Also erstmal in Beziehung gehen, bevor du von deinem Kind etwas verlangst.
 
Eine richtig gute Möglichkeit ist auch, Routinen und Rituale zu etablieren. Und weniger explizit mit deinen Absichten und Weisungen zu sein.
 
Und natürlich auch: Spiel zu nutzen. Statt dein Kind zum dritten Mal aufzufordern, den Teller zur Spülmaschine zu bringen - versuchs mal mit: „Wetten, mein Teller ist zuerst in der Spülmaschine?“
 
Und klar - gibts keine Garantie, dass alles auf Anhieb funktioniert und der Gegenwille sich in Luft auflöst (soll er auch gar nicht 😉).
 
 Aber ich versichere dir: In vielen Situationen bringt Bindung und Spiel den entscheidenden Dreh!
 
 Dein Kind wird es dir danken. 

Mauer der Vergeblichkeit: Wenn man mal Nein sagen muß

Wenn Eltern kleiner Kinder mir im ersten Elternberatungsgespräch erzählen: "Mein Kind hat einfach einen sehr STARKEN WILLEN!" - da wird der Sherlock Holmes in mir wach...

"Echt - ja? Mit drei? Einen sehr starken Willen!?!"

Glaub mir: Ein Kind mit drei oder vier Jahren hat noch keinen starken Willen. Einen starken Willen zu entwickeln - das braucht ein Leben lang.

Was ein Kind mit drei oder vier Jahren aber auf jeden Fall schon hat - ist der Instinkt, in die Führung zu gehen, wenn es keinen Erwachsenen gibt, der diese Rolle übernimmt (und hey - wir dürfen an der Stelle als Eltern alle wachsen...).

Ein Kind kann auch "willensstark" erscheinen, wenn es sich für das Kind nicht sicher genug anfühlt, sich führen zu lassen (das kann die unterschiedlichsten Gründe haben...).

Mein Sohn war ein solches "willensstarkes" Kind.

Aber vor allem war ich - als er noch klein war - eine Mutter, die es anders machen wollte, als ich es selbst als Kind erfahren hatte.

Mein Kind sollte viel Einstimmung bekommen. Raum für seine Gefühle und für Autonomie. Unbedingt sollte mein Kind sich geborgen und sicher fühlen. Und harmonisch sollte es auch sein.

Alles gute Absichten und teils wichtige Zutaten von liebevoller Führung!

Schwierig wirds erst dann, wenn wir den Führungsaspekt aus dem Auge verlieren. Wenn wir uns fürchten vor der Wucht der Frustration, die nach einem Nein vielleicht zu erwarten ist. Wenn wir vermeiden, unserem Kind zuzumuten, dass bestimmte Dinge im Leben einfach nicht zu haben sind.

Als junge Mutter war mir nicht klar, wie wichtig es ist, ein Kind mit Vergeblichkeit zu konfrontieren. Und wie wichtig die darauffolgenden Tränen der Vergeblichkeit sind (auch wenns zuerst Tränen der Wut sind...)

Wir müssen also immer wieder wie eine "Mauer der Vergeblichkeit" sein. Eine Mauer, die nicht wackelt. Mit liebevoller Klarheit.

Und dann: Der "Engel des Trostes"!  Das heißt, wir bleiben an der Seite unseres Kindes und seiner Gefühle.

Wir bleiben an der Seite unseres Kindes, dessen Gehirn währenddessen checkt: "Voll blöd - das ist gerade gar nicht so gewesen wie ichs mir gewünscht hätte...Aber - ich hab's ja überlebt!"

Diese Anpassungsleistung an Dinge, die nicht zu ändern sind - das ist der Schlüssel für Resilienz.

Im Rückblick wurde mir klar, dass ich meinem Sohn in der Zeit meiner frühen Elternschaft eine wichtige Gelegenheit vorenthalten hatte, zu üben, wie man sich an die Vergeblichkeiten des Lebens anpasst. Das musste ich später nachholen...

Elternladestation: Über die natürliche Fürsorgehierarchie 

 
Heute schreibe ich von meinem Lieblingsnaturplatz aus - vom Meer. Während ich der Brandung und einigen fernen Möwen lausche, fällt der Stress der vergangenen Wochen langsam von mir ab.
 
Für ein paar Tage die Pausetaste des Lebens drücken - genau das Richtige jetzt!
 
Hier am Meer fühle ich mich geborgen. Eingebunden in etwas Größeres.
 
Gehalten von etwas Größerem.
 
So ist es immer in der Natur: Das Größere hält das Kleinere.
 
Schau dir einen Baum an, der fest in der Erde verwurzelt ist. Dessen dicker Stamm die Äste hält. Äste, an denen kleinere Zweige hängen. Zweige, die Blätter tragen. Blätter, auf denen kleine Ameisen krabbeln.
 
Das Große hält das Kleine.
 
So ist die natürliche Fürsorgehierarchie organisiert.
 
Während wir das Große für unsere Kinder sind, brauchen auch wir als Eltern etwas, dass das Große für uns ist!
 
Ich weiß: Dieses Eingebettetsein in eine natürliche Fürsorgehierarchie ist in unserer Kultur nicht immer gegeben.
 
Im Grunde bräuchten wir es aber alle als Eltern!
 
Jemanden oder etwas, von dem wir uns genährt und gehalten fühlen. Jemanden oder etwas, in dessen Gegenwart wir zur Ruhe kommen und auftanken können.
 
Das kann ein Ehepartner oder ein Freund sein. Ein Bindungsdorf oder eine Gemeinschaft. Ein spiritueller Weg. Eine künstlerische oder sportliche Betätigung. Oder Zeit in der Natur.
 
Manchmal ist es vielleicht auch einfach eine Geste von Selbstfürsorglichkeit - dein Lieblingstee, ein Duftbad oder eine Wärmflasche.
 
Wer oder was hält und nährt dich? Wo kommst du zur Ruhe? Wo strömt Fürsorge zu dir?
 
Und: Kannst du es annehmen?
 
Jedenfalls sende ich dir eine Brise Meeresluft - und wünsche dir von Herzen, dass es in deinem Leben immer wieder Momente von Fürsorglichkeit gibt!

Ist Beziehung die neue Erziehung? Warum es beides braucht...

Als ich vor 10 Jahren das erste Mal ein Elternseminar besucht habe, kam mir das manchmal vor als müsste ich eine neue Sprache lernen.
  
Tränen der Vergeblichkeit. Nein in Bezogenheit. Paradigma der Trennung.
 
Solche Sätze musste ich erst mal entschlüsseln.
 
Genauso wie der Grundsatz: Beziehung statt Erziehung.
  
Was konkret ist damit gemeint? Und was unterscheidet Beziehung von Erziehung? Braucht es nicht beides?
 
Die Kurzantwort: JA - unbedingt!
 
Was ein Kind unbedingt braucht, sind fürsorgliche Erwachsene, die dem Kind 

  • Orientierung geben
  • Werte vermitteln  
  • angemessenes Verhalten vorgeben
  • aus Unreife resultierendes Verhalten überbrücken und 
  • dafür sorgen, dass es nicht in Schwierigkeiten gerät. 


Für das Kind sind wir wie Reiseführer in einem fremden Land: "Hier machen wir das so und so...", "Darauf mußt du achten..", "Das ist keine gute Idee, damit kommst du in Schwierigkeiten..."
 
Immer mit dem Ziel, dass das Kind sich mit zunehmenden Alter mehr und mehr selbstständig zurecht findet.
 
Und natürlich funktioniert diese Vermittlung am besten auf der Basis von Beziehung!
 
Beziehung schafft den Kontext, den wir brauchen, um ein Kind erziehen zu können.
 
Heißt: Wir bieten dem Kind Beziehung an - UND das Kind nimmt diese Beziehungseinladung an!
 
Denn wenn ein Kind sich an uns bindet dann: 

  • schaut es zu uns auf
  • hört uns zu 
  • will es uns recht machen und uns erfreuen
  • ahmt uns nach, folgt uns und
  • nimmt unsere Werte an.


All das sind Früchte von Bindung.
 
Wenn dein Kind den WUNSCH hat, es dir recht zu machen - dann hast du schon die Hälfte des Weges geschafft!
 
Diesen Wunsch deines Kindes großzügig zu würdigen und dich immer wieder mit den guten Absichten deines Kindes zu verbinden: Dies ist eines der wichtigsten Investments in deine Eltern-Kind-Beziehung und in die Erziehung deines Kindes!
 
Und bitte: Vergiss dabei nicht, großzügig mit dir selbst zu sein und auch deine guten Absichten zu würdigen  ❤️